Bol d’Or Mirabaud 2019

Ladycat powered by Spindrift-Racing gewinnt die Bol d’Or Mirabaud 2019, “Ylliam-Comptoir Immobilier” folgt auf dem zweiten Platz vor “Alinghi” auf Platz 3.

Bild: Loris von Siebenthal

Das Regattafeld der diesjährigen Bol d’Or wurde von einem heftigen Sturm ordentlich durcheinander gewürfelt. Laut Messwerten erreichten die Spitzenböen 59 Knoten in der Bucht vor Bouveret. Nicht verwunderlich sind daher die zahlreichen Ausfälle im Feld. Der bis dahin führende Extreme40 Katamaran “Real Team” verlor seinen Mast, ebenso wie “Satanas”, die sogar durchgekentert ist.

Auch der “Monofoil Gonet” berichtet auf Facebook von dem Unwetter. Der Speedrekord wurde zu Beginn des Sturms sogar noch auf 32,3 Knoten verbessert, bevor das Schiff kenterte und die Mannschaft die diesjährige Bol d’Or aufgeben musste.

Der Ungarischen Libera “Principessa” erging es ebenfalls nicht viel besser. Vom “Raffica Sailing Team” ließt man hingegen, dass sie den Sturm überstanden haben und das Rennen bis ins Ziel fortsetzen wollen.

Ein absolutes Rätsel bleibt jedoch die gesamte Berichterstattung.

Es ist im Jahr 2019 nicht mehr nachvollziehbar, dass Facebook-Posts eines internationalen Events nur auf Französisch erfolgen und nicht auf Englisch. Gleiches gilt für die Status-Updates der Teilnehmer. Der YouTube Livestream wurde von Lauranne Mettraux und Jean Fabre kommentiert – ebenfalls nur auf Französisch. Lediglich das GPS-Tracking bietet für alle internationalen Fans eine gute Informationsquelle.

Um den Segelsport und das eigene Event attraktiv zu gestalten, hilft ein gutes internationales Storytelling in englischer Sprache. Nur dann können in Zukunft Sponsoren, Fans und Medien für unseren Sport gewonnen werden.