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Volvo Ocean Race Spezial – Teil 3

Volvo Ocean Race 2014/15 – was wichtig wird

Inport-Race:

Das Team Alvimedica aus den USA/Türkei hat das erste Inport Race in Alicante gewonnen. Auf die Gesamtwertung des Rennens hat dies jedoch (noch) keinen Einfluss. Die Inport Races zählen im Vergleich zur vergangenen Auflage nicht mehr zum eigentlichen Ocean Race. Nur wenn zwei Teams am Ende der letzten Etappe in Göteborg punktgleich sind, entscheidet die bessere Platzierung der Inport Races.

Etappen:

© Volvo Ocean Race

© Volvo Ocean Race

Die erste Etappe führt von Alicante (Spanien) nach Kapstadt (Südafrika). Kapstadt ist der Klassiker unter den (Whitbread) Volvo Ocean Race Häfen. Lediglich beim Rennen 1989/90 und 1993/94 gab es dort keinen Zwischenstopp. Die „klassische“ Whitbread Route führte von Südafrika weiter nach Australien bzw. Neuseeland.

Seit dem Volvo Ocean Race 2008/09 geht es nach Südafrika weiter in Richtung Mittlerer Osten und Asien. Das Rennen soll damit für dortige Sponsoren attraktiver gemacht werden.

Ebenfalls ein Klassiker unter den Etappenzielen ist Auckland. Es wird heuer zum neunten Mal (von 12 Ausgaben) als Zielhafen angesteuert. Beim Volvo Ocean Race 2001/02 (Sieger Illbruck) gab es eine Besonderheit. Neben Auckland wurde Sydney und Hobart als Etappenhäfen angesteuert. Die dritte Etappe wurde gemeinsam mit dem legendären Sydney-Hobart-Race durchgeführt.

Leg 5 führt durch den „Southern Ocean“ rund um Kap Horn nach Itajai in Brasilien. Danach geht es weiter nach Newport in die USA. Leg 7 führt die Flotte zurück nach Europa. Von Lissabon (Portugal) über Lorient (Frankreich) in den Zielhafen Göteborg (Schweden).

Piraten:

Die zweite Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi wird dieses Mal durchgesegelt. Um der Piraterie vor der Küste Somalias zu entgehen, wurde die Etappe 2011/2012 in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt führte bis zu einem geheim gehaltenen Punkt im Indischen Ozean, wo die Yachten auf einen Frachter verladen wurden. Kurz vor Abu Dhabi wurden die Yachten wieder zu Wasser gelassen und das Rennen fortgesetzt.

Auf diese Notlösung wird dieses Mal verzichtet –

die Piraten sind in dem Seegebiet bei weitem nicht mehr so aktiv wie vor drei Jahren – Tom Touber, leitender Geschäftsführer der Firma Volvo Ocean Race S. L. U.

Crew:

Auch in diesem Jahr muss mindestens ein Crewmitglied auf jedem Boot unter 30 Jahre alt sein. Ansonsten ist die Crew Zusammensetzung den Teams überlassen. Es gibt keine Nationenregel wie dies früher zum Beispiel beim America’s Cup der Fall war. Jedes Team hat einen Onboard Reporter dabei. Dieser ist für das gesamte Foto- und Filmmaterial während der Etappen zuständig, darf jedoch nicht aktiv Segeln. Die reine Frauen Crew beim Team SCA segelt mit 11 Frauen (+ Reporterin). Alle anderen Boote segeln mit maximal 8 Seglern (+ Reporter).

Boote:

Mit den “Volvo Ocean 65” wird das Volvo Ocean Race 2014/15 erstmals auf One Design Booten gesegelt. Viel Zeit und Geld ist früher in das Design der Boote geflossen. Alle Teams bauten selbständig, jeder wollte das eine Quäntchen mehr aus dem Boot herausholen. Auch dadurch wurden die Boote immer extremer.

Jetzt werden die Boote vom Volvo Ocean Race Management in Auftrag gegeben, gezeichnet von Farr Yacht Design und gebaut von einem Konsortium aus vier Werften – Green Marine in England, Decision in der Schweiz, Multiplast in Frankreich und Persico in Italien.

Die Teams kaufen nun „fertige“ Boote. Veränderungen sind verboten bzw. müssen vorher beantragt und genehmigt werden.

© Rick Deppe / Volvo Ocean Race

© Rick Deppe / Volvo Ocean Race

Mit der neuen Einheitsklasse ist es auch für kleine Teams (kleiner vor allem im Bezug auf das Budget) möglich, mit einem voll konkurrenzfähigen Boot zu starten. Das zuletzt gemeldete Team Vestas Wind hätte früher mit einer solch kurzen Vorbereitungszeit kaum ein konkurrenzfähiges Boot an den Start bringen können.

Daher ist es in diesem Jahr auch besonders schwierig einen wirklichen Favoriten zu bestimmen. Alle Teams haben erfahrene Segler(innen) an Bord. Die Boote sind gleich – das Wetterrouting wird mehr denn je über Sieg oder Niederlage entscheiden.

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