Neueste Artikel

Paralympics: Segeln auch 2024 in Paris nicht dabei!

Der paralympische Segelsport wird auch 2024 in Frankreich nicht teil des Olympischen Programms sein. Im Weltverband World Sailing war man zuletzt noch optimistisch. Nachdem Segeln als paralympische Sportart für 2020 vor Tokio rausgeflogen ist, gab es große Bemühungen die Kriterien des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) zu erfüllen.

We worked tirelessly to ensure sailing met the IPC criteria and our application was of a high standard and everyone at World Sailing is deeply saddened by the news from the IPC.
Andy Hunt, World Sailing CEO

Für die Spiele 2020 war der paralympische Segelsport aufgrund einer zu geringen weltweiten Verbreitung aus dem Programm gestrichen worden. Deshalb setzte der Weltseglerverband viel daran, die notwendige Nationenanzahl von 32 Ländern auf drei Kontinenten zu erreichen.
Bei der aktuell stattfindenden Weltmeisterschaft in Sheboygan, USA starten 101 Segler/innen aus 42 Nationen in vier Disziplinen, die Anstrengungen schienen also belohnt zu werden. Doch nun ist klar das alle Bemühungen vorerst nicht genug waren.

Despite this enormous setback for the discipline, World Sailing will continue to support the sailors as well as grow and promote Para World Sailing globally.
World Sailing

Olympic Worldcup 2018/19 – Enoshima JPN

Auch am zweiten Tag des Weltcups vor Enoshima in Japan gab es mit 15 Knoten Wind beste Bedingungen. Das geplante Programm mit 2-3 Wettfahrten konnte gesegelt werden.

Die Klasse der 470er Männer wird von den japanischen Teams dominiert. Japan belegt drei der ersten vier Ränge. Keiju Okada/Jumpei Hokazono führen mit 3 Punkten Vorsprung auf Matthew Belcher/Will Ryan aus Australien. Mit vier Punkten Rückstand auf Belcher/Ryan folgen Daichi Takayama / Kimihiko Imamura auf Platz 3.

Bestes deutsches Team ist Simon Diesch und Philipp Autenrieth zur Zeit auf Platz 11. Unsere Freunde aus Österreich David Bargehr und Lukas Mähr liegen mit 71 Punkte auf Platz 16.

Im Frauen 470er haben Afrodite Zegers/Anneloes Van Veen aus den Niederlanden die Führung übernommen, mit 3 Punkten Rückstand folgen Skrzypulec/Ogar POL auf Rang 2. Agnieszka Skrzypulec und Jolanta Ogar aus Polen folgen auf dem dritten Platz.

Bei den 49ern führen die Engländer James Peters/Fynn Sterrit mit 2 Punkten Vorsprung vor Fletcher/Bithell GBR.

Martine Grael / Kahena Kunze aus Brasilien liegen bei den 49erFX nach zwei Tagessiegen bereits deutlich aus Platz 1.

Bei den Nacra 17 haben Ruggero Tita / Caterina Banti aus Italien bereits 5 der 6 Wettfahrten gewonnen. Jason Waterhouse / Lisa Darmanin aus Australien folgen mit fünf Punkten Rückstand auf Platz 2. Als bestes deutsches Team liegen Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer mit 84 Punkten zur Zeit auf Platz 13. Johannes Polgar und Carolina Werner folgen nach einem sehr unglücklichen ersten Tag und drei mal RDG auf Platz 14.

Alle Ranglisten

Comanche gewinnt Sydney Hobart Race

Comanche on port gybe © Crosbie Lorimer

Comanche kurz vor dem Ziel © Crosbie Lorimer

Nach 2 Tagen 8 Stunden 58 Minuten und 30 Sekunden hat Comanche das Rolex Sydney Hobart Race gewonnen. Es waren zwei turbulente Tage für den Mitfavoriten aus den USA. Nach dem Ken Read und sein Team mit Schäden an Ruder und Daggerboard bereits Ihre Aufgabe bekannt gaben, dann jedoch vom Rücktritt zurück getreten sind, konnten sie sich die Führung von Rambler 88 zurückerobern. Diese gaben Sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Auch Rambler wurde mit Schäden am Daggerboard gezwungen die Geschwindigkeit zu reduzieren. In den leichten Winden in Richtung Hobart konnten sie dann den Speed von Comanche nicht mehr mitgehen und vielen immer weiter zurück. Beim Zieldurchgang von Comanche lag Rambler knapp 50 Meilen achteraus. Damit ist auch mein Tipp leider nicht von Erfolg gekrönt.

Auch Ragamuffin 100, auf Platz 3 knapp 75 Meilen vor dem Ziel, gab nun einen Schaden am Daggerboard bekannt. Das Backbord Schwert ist vollständig abgeschert.

“We’ve had our fair share of problems,” Witt admitted from the yacht this morning, “but we’re still on track to get to Hobart and we haven’t given up. “We broke our port daggerboard; it snapped off. We don’t have one anymore,” he said. “We didn’t hit anything, we just dropped off a wave in the fresh stuff and loaded it up and snapped it off. The wind has been on the nose for the last… since I can remember,” said Witt.

David Witt, Ragamuffin 100

Bei jeder Wende wird nun das Steuerbord Schwert herausgezogen und Kopfüber auf der anderen Seite eingesteckt. Schnelle Wendemanöver sind somit unmöglich.

We pulled the starboard daggerboard out and drilled a hole in the bottom of it. When we tack, we turn it upside down and drop it in on the other side. Tacking is a bit of a process and a bit dangerous for us in the heavier conditions, but it’s a little easier in the lighter winds we have now.

David Witt, Ragamuffin 100

Youth Sailing WM, Malaysia

Gestern startete in Langkawi, Malaysia die Jugend-Weltmeisterschaft ohne die Titelverteidiger aus Israel.

Der Israelische Seglerverband (ISA) hat laut World Sailing (früher ISAF) erklärt, seine Windsurfer Yoav Omer und Noy Drihan ebenso wie ihr Coach Meir Yaniv werden an dem Event nicht teilnehmen. Sie hätten 24 Stunden vor dem Beginn der Regatta noch keine Einreise-Visa für Malaysia erhalten.

Neuza Aires Pereira | Isaf Youth Worlds 2014

Foto by: Neuza Aires Pereira | Isaf Youth Worlds 2014

Der Vorsitzende des Israelischen Seglerverbandes, sagte gegenüber den Medien, Malaysien hätte „inakzeptable Forderungen“ für die Einreise gestellt. So wäre es den Teilnehmern verboten ihre Nationalflagge oder andere Symbole die ihr Herkunftsland zeigen auf Ihrer Bekleidung oder Ausrüstung zu tragen.

World Sailing Präsident Carlo Croce gab hierzu ein offizielles Statement ab:

World Sailing statement regarding Youth Sailing World Championships

World Sailing President Mr Carlo Croce – regarding Israel’s attendance at the upcoming Youth Sailing World Championships in Langkawi, Malaysia.

As with all diplomatic issues this is quite a delicate matter. World Sailing is aware of the current commentary in the public arena, and have reason to believe that some of the comments may not be accurate or possibly based on misunderstandings.

World Sailing is committed to ensuring participation in our sport by competitors from all nations, and is taking this issue seriously.

A member of the World Sailing Executive is on route to Malaysia to investigate this issue and is seeking clarification from the Malaysian Organising Authority.

World Sailing expects the organising authority of its events to allow sailors from all nations to compete on an equal basis. This expectation is made clear in the bid process and is set out in the contractual documentation governing our events.

World Sailing is not in a position to comment on this further until our investigation is complete.

World Sailing – sailing.org

Die Jungend-Weltmeisterschaft wurde erstmalig 1971 mit Teilnehmer aus 16 Nationen in Angelholm, Schweden ausgetragen. In Langkawi haben sich in diesem Jahr 430 Seglerinnen und Segler unter 19 Jahre aus 80 Nationen eingefunden. 1984 kamen die Mistral Windsurfer erstmalig als Klasse hinzu. Die erste Goldmedaille gewann Knut Budig aus Deutschland.

Comanche übernimmt wieder die Führung

COMANCHE (USA), Sail No: 12358, Foto by: ROLEX/Stefano Gattini

COMANCHE (USA), Sail No: 12358, Foto by: ROLEX/Stefano Gattini

Die beiden US-Boote Comanche und Rambler 88 liefern sich an der Spitze des Rolex Sydney Hobart Race ein hartes Rennen. Comanche konnte zur Halbzeit des Rennens wieder die Führung übernehmen, Rambler liegt zur Stunde 13 Meilen achteraus.

“We decided to punch on through. We think we can get to Hobart safely,” Read said. “I don’t care if we limp over the line. We are going to finish this damned race.”

Ken Read, rolexsydneyhobart.com

Kurz zuvor musste auch Rambler einen Schaden am Boot bekannt geben.

“We have no idea what we hit, we couldn’t see it,” Rambler’s Australian navigator Andrew Cape said by satellite phone a short time ago. “It might have been marine life or flotsam, but it was a solid hit. It shook the boat.
“Our port tack performance has been badly affected, and it is all upwind to Tasman Island, so we have a lot of pain to come.”

Andrew Cape, rolexsydneyhobart.com

Andrew Cape auf Rambler beschreibt was passiert ist: Dock Talk December 27 rolexsydneyhobart.com

Auch Platz drei und vier liefern sich einen heißen Schlagabtausch. Syd Fischer konnte, mit seiner Ragamuffin 100, bisher die Angriffe von Giovanni Soldini’s 30 Fuss kleineren Volvo 70 Maserati abwehren. Die beiden trennen nur 3 Meilen.

Für das Team GER 6300 „Haspa Hamburg“ das das Rennen nach der letzten Nacht, mit Wind bis zu 38 Knoten, leider ebenfalls beendet. Sie mussten wegen Problemen mit dem Rigg aufgeben. Nach 35 Stunden sind damit noch 79 der 108 gestarteten Teams im Rennen.

Racetracker und Eventwebsite

diverse Ausfälle beim Rolex Sydney Hobart Race

Am zweiten Weihnachtsfeiertag (Boxing Day) startete traditionell das Rolex Sydney Hobart Race. Neben dem achtfachen Sieger (Line Honours) Wild Oats XI wurde Comanche von Jim & Kristy Clark als hoher Favorit gehandelt. Auch Rambler, Ragamuffin 100, Maserati und Perpetual Loyal zählten (wie gestern bereits beschrieben) zu den erweiterten Favoriten.

Ragamuffin und Perpetual Loyal - 2015 Rolex Sydney Hobart Race Start, Foto by Michael Chittenden

Ragamuffin und Perpetual Loyal – 2015 Rolex Sydney Hobart Race Start, Foto by Michael Chittenden

Für Fans außerhalb Australiens gab es wieder einmal keine (offizielle) Möglichkeit den Start live zu verfolgen.

For yet another year, the useless media bosses at Yahoo!7 and Rolex have once again missed the boat completely.  Despite their braggadocio about an ’80 person production team’ and the ‘world’s greatest ocean race’ these wonderpeople have still not figured out how to get their feed to several hundred thousand fans around the world.

SailingAnarchy

11 Stunden nach dem Start haben sich die Favoritenrollen verschoben. Bob Oatley’s supermaxi Wild Oats XI hat das Rennen aufgegeben. Ersten Berichten zu folge wurde Wild Oats von einer 40 Knoten Bö getroffen. Dabei riss das Großsegel in zwei Teile. Wild Oats kehrt nach Sydney zurück, die Crew ist wohl auf.

Die bis dahin führende Comanche gab das Rennen mit einem gebrochenen Ruder und einem beschädigten Daggerboard ebenfalls auf, konnte nach einigen Reparaturen jedoch bekannt geben das Rennen richtung Hobart doch weiter fortzusetzen.

The message was relayed from the radio relay vessel JBW to Sydney Hobart Race Control saying that JBW had received a phone call from Comanche saying they ‘wished to withdraw their retirement and were attempting repairs and wished to continue racing’.

Sail-World.com

Um 15:00 Uhr CET führt nun Rambler, zwei Meilen vor Comanche und 10 Meilen vor Ragamuffin 100. Perpetual Loyal hat das Rennen ebenfalls mit einem gebrochenen Ruder aufgegeben. Als östlichstes Boot der Führungsgruppe segelt Maserati auf Platz vier.

Foto by © Rolex/ Kurt Arrigo

Foto by © Rolex/ Kurt Arrigo

Diverse Teilnehmer kleiner Wetten auf Facebook sind damit bereits 11 Stunden nach dem Start um ihren Wetteinsatz gebracht 🙂 Für meinen Favorit Rambler 88 liegen die Chancen nun jedoch ganz gut.

Racetracker und die Eventwebsite

Rolex Sydney Hobart Race – die Favoriten

Am zweiten Weihnachtsfeiertag startet wie jedes Jahr das Rolex Sydney Hobart Race. Hier (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) die Favoriten auf die Line Honour.

Wild Oats XI (achtfacher Sieger)

Poto by Andrew Gough.

Foto by Andrew Gough.

Comanche

George Bekris ©

Foto by George Bekris ©

Rambler 88

Foto by Crosbie Lorimer

Foto by Crosbie Lorimer

Ragamuffin 100

Foto by Rolex/Carlo Borlenghi

Foto by Rolex/Carlo Borlenghi

Maserati

Foto by maserati.soldini.it

Foto by maserati.soldini.it

Perpetual Loyal

Foto by Rick Rycroft/AP

Foto by Rick Rycroft/AP

Ich lege mich fest und setze meinen Einsatz in diesem Jahr auf Rambler 88.

Küstenwache rettet Hugo Boss

Alex Thomson und Guillermo Altadill, Skipper der IMOCA 60 Hugo Boss im zweihand Transat Jacques Vabre, haben heute um 13:25 UT Ihren Notsender aktiviert. Die Spanische Küstenwache sendete umgehend einen Rettungshelikopter zu der 82 Meilen vor der Spanischen Küste treibenden Yacht.

Die beiden Skipper konnten erfolgreich abgebogen werden. (siehe Video).

Nach dem Start zum Transat Jacques Vabre am 25. Oktober meldete die Hugo Boss bereits am 28. Oktober strukturelle Probleme. Die IMOCA 60 Hugo Boss wurde erst am 6. Oktober zu Wasser gelassen.